Vorschläge zur Verhinderung von Ertrinkenden im Mittelmeer

Schon lange störe ich mich an der – aus meiner Sicht – völlig lustlosen EU-Außenpolitik und (fehlenden bestürzten) Reaktionen auf die immer wieder im Mittelmeer zahlreich auf dem Weg nach Europa Ertrinkenden.
Ich verwende für die Ertrinkenden bewusst nicht das Wort „Flüchtlinge“ (wie nahezu alle, die irgendetwas in Medien berichten), weil viele, ja sogar der Großteil nicht dem Flüchtlingsstatus der Genfer Flüchtlingskonvention entsprechen und verfolgt werden wegen:
Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe, politischer Überzeugung.


Laut dem IOM (International Organization for Migration) sind im Jahr 2015 furchtbar viele Menschen bei Ihrem Weg auf einen vermeintliche besseren Kontinent ertrunken.
Zählungen ergaben 3771 Tote. Im Vorjahr waren es noch 3279 registrierte Todesfälle.
Jeder Tote ist einer zu viel und es ist höchstwahrscheinlich, dass noch viel mehr Menschen ertrunken sind.
Und dennoch ist kein ernsthaftes Bemühen zu erkennen, um die Auswanderungsursachen der vielen Menschen zu bekämpfen.


Ein paar meiner Vorschläge zur Verhinderung von Ertrinkenden im Mittelmeer, die sich auf dem Weg in die EU machen:
1. Die Botschaften in den Ländern mit den meisten Auswanderern aus Afrika müssen – auch personell erheblich erweitert werden.
2. Es muss mehr exterritoriale Niederlassungen der europäischen Staaten in diesen Staaten geben (bestenfalls in Städten am Meer), damit sich die Menschen, die vorhaben ihr Land zu verlassen, dorthin wenden können.
3. In diesen Niederlassungen muss es schon möglich sein, einen Asylantrag zu stellen, um so zu verhindern, dass sie sich die Menschen erst auf den Weg machen.
4. Für die, die sich dennoch auf den Weg machen, muss es von den europäischen Bündnispartnern eine dichte Überwachung der gesamten europäischen Wassergrenze geben, so dass auch bei einem gekenterten Schiff schnell Hilfe gewährleistet werden kann.
5. Die afrikanischen Staaten müssen nicht nur mehr finanzielle Hilfe erhalten, denn diese versickert nicht allzu selten schnell in Taschen, wo sie nicht hingehören. Der Umfang der Korruption in Afrika wird jährlich auf etwa 1 Billion US-Dollar geschätzt.
Vielmehr muss auch personell von staatlicher Seite den örtlichen Behörden, so sie denn wollen, ernsthaft geholfen werden. Hilfen können nicht nur NGOs (wie z.B. Ärzte ohne Grenzen) überlassen werden, die seit Jahrzehnten versuchen den Kontinent zu retten und ihm zu wirtschaftlichem Aufschwung und zu Gesundheit zu verhelfen.
6. Wenn alle Stricke reißen, kann man immer noch überlegen, ob man nicht einen sicheren und günstigen europäischen Fährservice einführt…

Im Laufe der Zeit werde ich hier ergänzen. Stand: 04.02.2016

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